Frauenleben auf dem Land
Das Leben von Frauen hat sich im 20. Jahrhundert radikal gewandelt. Um 1900 waren harte Arbeit im Kuhstall und auf dem Feld, große Familie, kaum vorhandene Bildungschancen und die Abhängigkeit von männlichen Familienvorständen für Frauen und Mädchen in der ländlichen Oberpfalz völlig normal. Viele verließen das Land – nicht aus Abenteuerlust, sondern wegen fehlender Alternativen und aus purer Not.
Heute kämpfen Frauen auf dem Land mit ganz anderen, aber ähnlich fordernden Aufgaben. So vereinbaren sie ihr Berufsleben, das immer häufiger außerhalb der Landwirtschaft stattfindet, mit dem neuen Familienalltag. Der Unterschied zum städtischen Leben ist längst geschrumpft. Die Entwicklung dorthin beleuchtet die Führung.
Sie zeigt in den Museumsanwesen die soziale Stellung der Frauen, die traditionelle Arbeitsteilung und prägende Lebensphasen von Bäuerinnen, Mägden und Austräglerinnen im 20. Jahrhundert. Welche Werte prägten ihr Leben? Wie fanden sie einen Partner? Und wo gelang ihnen Selbstbestimmung – trotz enger gesellschaftlicher Grenzen?