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Raiffeisenpreis: "Guad gmacht!"

Das Freilandmuseum Oberpfalz und der Friedrich Wilhelm Raiffeisen Förderverein Oberpfalz e.V. rufen auf zur Teilnahme am oberpfalzweiten Kinder- und Jugendwettbewerb

                                     „Guad gmacht!“
 

Worum geht es?

Nach dem genossenschaftlichen Motto „Was einer nicht schafft, schaffen viele“ setzen sich Schulklassen oder Kinder- und Jugendgruppen für die Menschen ihrer Region und darüber hinaus ein. Sie werden aktiv und verwirklichen ein Projekt, das der Natur zu Gute kommt, das soziale Miteinander stärkt oder konkret Notleidenden hilft!

Die Teilnehmenden zeigen mit ihren Projekten, wozu schon kleine Gruppen Engagierter in der Lage sind.

Wer kann teilnehmen?

Zur Teilnahme eingeladen sind alle junge Menschen unter 19 Jahren.

- Schulklassen, Kurse und AGs aller Schularten

- Kinder- und Jugendgruppen aus Vereinen und Verbänden

- Junge Menschen, die sich eigens für die Teilnahme am Wettbewerb zusammenfinden

Mit welcher Art von Beiträgen kann man teilnehmen?

Eure Beiträge für den Wettbewerb können ganz unterschiedlicher Art sein: Ihr gestaltet ein buntes Nachmittagsprogramm im örtlichen Pflegeheim, sorgt mit einer Pflanzaktion für mehr Artenvielfalt in Eurer Gemeinde oder Ihr stellt eine Spendensammlung auf die Beine. Mit Eurem Engagement habt Ihr einen Beitrag für die Allgemeinheit geleistet und so einen sozialen, ökologischen oder kulturellen Mehrwert geschaffen. Zur Inspiration findet ihr hier drei Beispiele.

1. Mensch   

Hier geht's zum Beispiel!

Du engagierst dich zusammen mit zahlreichen weiteren Mädchen und Jungen in einer Jugend- und Kindertanzgruppe deiner Gemeinde. Es ist deiner Tanzgruppe ein Anliegen, auch den Senioren, die im Alten- und Pflegeheim eures Heimatortes leben, euer Tanzkönnen zu zeigen und den älteren Menschen damit eine große Freude zu bereiten. Ihr führt im Seniorenheim eure Showtänze auf und erntet dafür nicht nur den Applaus des begeisterungsfähigen Seniorenpublikums, sondern auch die ganz besondere Anerkennung eures Engagements in Form von strahlenden Augen bei den Alten- und Pflegeheimbewohnern. Eine ganz besondere Freude wollt ihr den Seniorinnen und Senioren mit einem Tanz bereiten, den ihr eigens für diese Publikumsgruppe eingeübt habt: Ihr studiert eine Bayerisch-Böhmische Polka ein, da ihr vorab unter den Bewohnern des Seniorenheims eine Umfrage gestartet habt, bei der ihr herausfinden wolltet, welche Art von Tanz die Heimbewohner in vergangenen Jahren selber am liebsten getanzt haben. So seid ihr auf die Bayerisch-Böhmische Polka mit dem Titel „Böhmischer Traum“ gestoßen, zu der ihr nach einer eigenen Choreografie nun euren Tanz einstudiert habt. Auf diese Weise gelingt ein ganz besonderer Unterhaltungsnachmittag durch das gemeinsame Mitwirken der jungen Tänzer und der älteren Pflegeheimbewohner, die zu einer bekannten Melodie des Heimatraumes mitschunkeln.

Dokumentiert euer Engagement, beginnend von der Projektidee über die Trainingsstunden bis hin zum Auftritt mit Texten, Bildern oder Videoclips und reicht diese Dokumentation als Wettbewerbsbeitrag ein.

2. Natur

Hier geht's zum Beispiel!

Ihr seid ganz begeistert von der Plant-for-the-planet-Initiative, die sich das große Ziel gesetzt hat, die Menschheit dazu zu motivieren, 1.000 Milliarden Bäume zu pflanzen im Kampf gegen die Klimakrise. Mit allen Jugendgruppen der Vereinsgemeinschaft deines Ortes, das sind die Katholische Landjugendbewegung, die Jungschützen, die Jugendgruppe des Obst- und Gartenbauvereins, die Jugendfeuerwehr und die Ministranten deiner Pfarrei, möchtet ihr eine Streuobstwiese aus Äpfel-, Birnen- , Zwetschgen- und Kirschbäumen in eurer Gemeinde anlegen, um auf diese Weise einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Es wurde bereits Kontakt zum Bürgermeister sowie Gemeinderat der Gemeinde aufgenommen, denn dieses Gremium soll die geplante Aktion mit der Spende eines Teils der Obstbaumsetzlinge unterstützen. Weitere Obstbäume sollen von verschiedenen Unternehmen eurer Gemeinde gespendet werden, so dass insgesamt 50 Obstbäume gepflanzt werden. Als Areal zum Bepflanzen wurde eine Wiese in einem Landschaftsschutzgebiet, die im Besitz der Gemeinde ist, ausgesucht. Auch der Klimaschutzmanager und der Regionalmanager deines Landkreises sind informiert und unterstützen die Aktion. Einige aktive Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins sowie ein Gartenfachmann der ortsansässigen Baumschule haben bereits das Einbringen ihres Wissens beim Anpflanzen von Obstbäumen zugesagt.  Die Jugendfeuerwehr deines Ortes will das Einwässern der Obstbäume übernehmen. Über diese ökologische Komponente des Obstbaumpflanzens hinaus ist für die Zukunft geplant, dass im Herbst jeden Jahres die Äpfel und Birnen der Streuobstwiese genutzt werden, um für die Kindertagesstätte deiner Gemeinde Saft zu pressen. Da der Obst- und Gartenbauverein eine Obstpresse besitzt, steht der Realisierung dieser Idee die nötige Hardware zur Verfügung. Alle Jugendgruppen der Vereinsgemeinschaft wollen zukünftig an zwei Tagen im Herbst tätig werden, um das Obst von den Bäumen zu pflücken und zu waschen. Die schon früher im Jahr heranreifenden Kirschen und Zwetschgen stehen der Allgemeinheit zur Verfügung.

Dokumentiert euer Engagement, beginnend von der Projektidee bis hin zur Realisierung mit Texten, Bildern oder Videoclips und reicht diese Dokumentation als Wettbewerbsbeitrag ein.

 

3. Kultur

Hier geht's zum Beispiel!

Die folgende Projektidee und Projektumsetzung dient als gelungenes Beispiel des dritten Beispielbereichs:

Im Jahr 2018 gibt es für Bayern und die Oberpfalz bedeutende historische Jubiläen: Zum zweihundertsten Mal jährt sich die Verfassung von 1818. Schließlich ereignete sich im Zuge der Novemberrevolution 1918 einer der wenigen glorreichen Augenblicke deutscher Geschichte: Am 08.11.1918 rief Kurt Eisner nach dem Sturz des letzten bayerischen Königs die bayerische Republik als Freistaat aus, sodass nicht nur die Monarchie beendet wurde, sondern auch die Demokratie in Bayern beginnen konnte.

Von diesen historischen Grundlagen ließen sich im Schuljahr 2017 / 2018 die Theaterschülerinnen der Mittel- und Unterstufe inspirieren und entschieden sich gemeinsam mit ihrer Lehrkraft Maresa Hottner dafür, an einem Workshop (mobil im museum) im Freilandmuseum Perschen teilzunehmen, mit dem Ziel mindestens einen Film zu drehen, der Fakten der bayerischen Geschichte aufgreift.

In der Zeit vom 6. - 11. November tauschten also die Mädchen zusammen mit ihrer Lehrerin das Klassenzimmer gegen die historische Kulisse des Freilandmuseums. Schnell teilten sich die Mädchen im weiteren Verlauf in zwei Gruppen ein und bestimmten im Brainstorming je ein Thema für einen Spielfilm in Kurzfilmlänge. Die erste Gruppe wollte vor allem die Zeit vor 100 Jahren in den Fokus der Erzählung rücken: Bei der Lektüre des zufällig gefundenen Tagebuchs der Urgroßmutter wird die Protagonistin Lena Huber unfreiwillig in die Vergangenheit gebeamt. Dort muss sie zum einen in einer völlig anderen Welt zurechtkommen und sich mit nicht gekannten Tätigkeiten und Situationen arrangieren, die vor allem durch die Abwesenheit moderner technischer Geräte gekennzeichnet sind, zum anderen einen Weg finden, um in die Gegenwart zurückzugelangen. Spannung und Gegensätze sind die Elemente, die diesen Film besonders machen.

Die zweite Gruppe war begeistert von der Sage um die weiße Frau, die sich, obwohl sie mit dem Grafen verheiratet ist, in den Müller der Rauberweihermühle verliebt und deswegen sterben muss. Die Mädchen begründeten ihre Themenwahl nicht nur durch das Interesse an der tragischen Liebe, sondern auch durch den Bann der gruseligen Atmosphäre, die in der Mühle immer noch herrsche. Mit Witz (trotz des eigentlich tragischen Plots) und Gefühl setzten die Jugendlichen die Geschichte um.

 

gekürzt nach:

http://www.jas-gymnasium.de/nachrichten/einzelansicht/article/theaterschuelerinnen-begeben-sich-auf-zeitreise/

Bilder, die entstandenen Kurzfilme und weitere Informationen unter: http://mobilimmuseum.de/neusath-perschen-oberpfaelzer-freilandmuseum/

 

Wie werden die Wettbewerbsbeiträge eingereicht?

Dokumentiert Euer Engagement, von der Projektidee über die Vorstellung Eurer Gruppe bis hin zur Realisierung mit Texten, Bildern oder Videoclips und reicht diese als Wettbewerbsbeitrag ein: als Projektmappe auf Papier oder digital in einer E-Mail oder auf einem USB-Stick. Alle Beiträge, die bis zum Ende der Einreichfrist  - 19.09.2022 - eintreffen, werden berücksichtigt.

Bitte beachtet: Eingesandte Materialien werden nicht zurückerstattet. Mit Einreichung des Beitrags erklärt ihr, dass der Beitrag von Euch stammt. Sind Filme und Fotos enthalten, so müssen die darauf erkennbaren Betreffenden mit ihrer Abbildung einverstanden sein.

Wohin werden die Wettbewerbsbeiträge gesendet?

Die Dokumentation eures Wettbewerbsbeitrags und ein ausgefülltes Teilnehmerformular sendet ihr bis spätestens 19.09.2022  an:

Freilandmuseum Oberpfalz

Stichwort: Guad gmacht!

Neusath 200

92507 Nabburg

Bettina Kraus, M.A.
Bettina Kraus, M.A., Museums- und Umweltpädagogik

bettina.kraus@bezirk-oberpfalz.de

Telefonnummer:09433 / 24 42 - 3400

Wer bewertet die Einreichungen?

Vertreter der Wettbewerbsveranstalter und drei weitere Experten aus Gesellschaft und Kultur sichten eure Beiträge.

Was gibt es zu gewinnen?

Drei überragende Wettbewerbsbeiträge werden prämiert.

Der 1. Platz ist mit 500,00 € dotiert, der 2. Platz mit 300,00 € und der 3. Platz 200,00 €. 
Zudem erwartet die drei Siegergruppen ein besonders gestalteter Tag im Freilandmuseum.

Preisverleihung

Die Siegerbeiträge werden am 20.10.2022 um 10 Uhr im feierlichen Rahmen im Freilandmuseum Oberpfalz prämiert.