Sonderausstellung "Geschöpfe und Schöpfungen" von Hein Schmid
Das Freilandmuseum Oberpfalz zeigt vom Neusath-Perschen vom 24. Juli bis 08. November 2026 die Ausstellung "Geschöpfe und Schöpfungen" von Hein Schmid..
Dass Hein Schmid ein Freund der Wortspielereien ist, hatte er bereits zuletzt auf seiner großen Einzelausstellung in Regensburg in der MedBO-Galerie "PIArt" mit dem Titel "Wesen & Unwesen" gezeigt und setzt dies nun im Freilandmuseum Neusath-Perschen mit "Geschöpfe & Schöpfungen" fort.
Der Zeichner, der sich gerne als "der Insektograf" bezeichnet, kann auf eine Vielzahl von Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in seiner Heimatstadt Regensburg, seiner Geburtsstadt Neustadt (Donau), sowie in München, Hamburg, Berlin, Kallmünz, Aichach, Erding und Beratzshausen zurückblicken. Unter anderem war er im Naturkundemuseum Ostbayern Regensburg, im Botanischen Garten in München und im Deutschen Bienenmuseum in Weimar jeweils in großen Einzelausstellungen zu sehen. Nicht zuletzt gab es verschiedene Veröffentlichungen in Zeitschriften, Fachbüchern und -magazinen, sowie einen Fernsehbeitrag im Bayerischen Rundfunk.
Nicht zu übersehen ist seine Liebe zur Natur. So zeigt der gebürtige Niederbayer in seinen fotorealistischen, detailreichen Zeichnungen sehr häufig Insekten, Spinnen, Asseln, Schnecken und andere Krabbeltiere. Gerade die Unbeliebten, die Außenseiter, die Schwachen werden in den Fokus gerückt und erhalten so unsere Aufmerksamkeit, ja sie bekommen geradezu eine Persönlichkeit. Dem Betrachter werden die Augen geöffnet für die Schönheit dieser unscheinbaren und doch geheimnisvollen und faszinierenden Wesen. Zuletzt haben sich auch einige Pflanzen - hauptsächlich Bäume - als Motive eingeschlichen. Dies zusammen wären also dann die Geschöpfe.

Dem gegenüber stellt der Autodidakt nun Schöpfungen, also unbelebte Gegenstände, aus denen ihr Schöpfer durch Veränderung etwas mehr oder minder Brauchbares erschaffen hat. Hier geht es munter drauflos: zu sehen sind verschiedenste Türen, Kirchenportale, landwirtschaftliche Geräte oder Ruinen alter Bauwerke. Er verbindet schließlich beides durch seinen eigenen, ausdrucksstarken, sehr präzisen Stil. Kennzeichnend ist der illustrative Charakter seiner Werke. Wir sehen kleinformatige dynamische Zeichnungen, die überwiegend mit Bleistift, manchmal auch mit etwas weißer Pastellkreide oder Buntstiften sowie verdünnter Tusche entstanden sind. Oftmals werden gezielt Motive einander gegenübergestellt oder verschiedene Ansichten eines Geschöpfs oder einer Schöpfung auf einer einzelnen Arbeit gezeigt.
Die Vorlagen entstehen quasi nebenbei als Foto mit dem Handy, was dann auch erklärt, dass überwiegend einheimische Tiere zu sehen sind. Einen Spaß macht sich Hein Schmid mit seinen „schlauen dummen Sprüchen“ welche seine Kunst immer wieder begleiten: „Der Zeichner, der hod ollawei - an Druckminenbleistift dabei“. Oder: „Daß d‘Schtaunsn besser saugen ko, hods vorn an Mordsdrumm Riaßl dro. Kinnts ma scho glaubn, des is a so“.
Hein Schmid wird seine Kunst auch live vorführen. Am 21. Juni, am 24. Juli zur Vernissage und am 27.09. zeichnet er vor und am Ausstellungsgebäude und freut sich über Zuschauer und Interessierte.